Der Salinger-Nachruf in der taz vom Samstag war nicht so prickelnd. “Zu maniristisch” hätten wir in der Schreibwerkstatt gesagt, da ging mir mein Salinger verlustig unterwegs, aber sei’s drum. Glücklicherweise hatte mich nach 1,5 Tagen in Stuttgart eine derartige Erkältung erwischt, dass ich “Der Fänger im Roggen” in aller Ruhe zum circa 68ten Mal lesen konnte. In der wunderbaren Übersetzung von Eike Schönfeld von 2003. Hätte schwören können, dass ich irgendwo noch eine amerikanische Version rumliegen habe. War aber nix. Aber das Buch, ja mei, wunderbar. In einem Zug gelesen, an den Worten geklebt, genossen. Wie sagt der geneigte Angelsachse: “Enjoy!”. Yes, I did. Auch im Deutschen.
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