… und dabei das Bloggen nicht vergessen. Also: Letztes Wochenende war Fotofestival in Hannover. Feine Sache: Gute Bilder, gute Vorträge, gute Gespräche, gutes Bier. Was will Mensch mehr. Und gute Ideen habe ich mitgebracht. Einige davon werden einfließen in mein aktuelles Projekt “24 Stunden Friedrichshafen“, das zur Zeit am meisten Zeit kostet. Außer dem klassischen Brot- und Buttergeschäft, irgendwie muss ich ja mein Geld verdienen, logisch. Also mit dem Projekt geht’s am Samstag weiter, workshoppen. Zu Gast: Frank Steinbach, geschätzter Fotografenkollege aus Kölle. Dann wieder kurz verschnaufen, bevor’s am 10. Juli dann ab nach Bangkok geht. Die Khao San Road mal richtig ordentlich reportagemäßig fotografieren. Einen Tag später ab nach Bali auf Recherche für zwei Wochen. Also langweilig wird’s nicht …

 

amazon-Käufer Julian schreibt zu “Same Same”: “tolles buch, stimmt 100% ueberein ! nur wo soll bitte der gecko corner sein? ich finde ihn einfach nicht. bin in 2 tagen wieder dort;-)”

Kein Wunder, denn das Gecko Corner in der von mir beschreibenen Art gibt es so nicht. Aber hier ein Tipp für alle, die auf den Spuren von “Same Same” durch die Khao San Road schlurfen: “Nimm’ die Verlängerung der KSR, an der Polizeistation vorbei, durch den Tempel, durch die Tür in der Rückwand des Tempels, dann landest Du auf der Soi Rambutree. Und gleich rechts liegt das Vorbild des “Gecko Corners” vor Dir.”

 

Mein weitgereister Kumpel Robert Strehle, gerade zurück von einer dreiwöchigen Firmentour durch die Subkontinente, sitzt gerade in der Khao San Road, seiner letzten Station, auf mein Anraten hin. Seine sms klingt aber nicht so, wie wenn die KSR gerade rocken würde: “Now in ksr having chang. Strange place! Can’t feel the spirit yet. Maybe 5 beers later.” Mein Tip: Durchhalten Junge!;-)

 

Und wieder etwas Neues entdeckt, das Web lebe hoch: ein Podcast über die Khao San Road, gebastelt vom Kollegen thaiminator.de. Klingt gut, einfach mal reinhören.

 

Also diese Krimi-Idee lässt mich nicht los. Verbrechen in der Khao San Road, unter Travelern, ein bisschen Sex dazu, könnte eine gute Story werden. Ich schau’ mir das Ganze nochmal an und gehe Anfang November ‘ne Woche nach Bangkok. Im Vorbeilaufen einen Thai-Massage-Grundlagenkurs im Wat Po mitnehmen und 7 nights in Bangkok zelebrieren. Freu’ mich schon drauf. Bis dahin habe ich auch "Maybe yes, maybe no – Notizen aus Poppies Lane – Kuta/Bali" fertig: Die neuen Abenteuer von Michael Maier auf den Spuren der Travelergeschichte und des Lonely Planet.

 

Gelungene Kritiken sind eine feine Sache. Das tut gut und fühlt sich prima an. Vor allem, wenn man, also ich, daraus noch etwas lernen kann. Beispielsweise für weitere Projekte. Kollege Jürgen Scholz von www.thaiminator.de trifft mit gut gewählten und treffenden Worten in seiner Besprechung von "Same Same" den Nagel auf den Kopf bei meinem Bemühen "keinen glattgebügelten Kulturquatsch" zu erzeugen;-)

"Stefan Blank fotografiert die Khao San Road. Seine Bilder fangen messerscharf das ein, was wir für typisch halten. Und sie zeigen Details, die wir fast übersehen hätten. (mehr…)

 

So eine Lesung ist ja immer eine ganz spezielle Sache: Kommen genug Leute? Funktioniert die Technik? Finden die Besucher das Zeugs lustig, das du da liest? Interessiert sie die Khao San Road überhaupt? Haben sie eine gute Zeit, kaufen sie das Buch dann auch und bleiben am Ende noch eine Weile da? Am Dienstag hat im Häfler Studio 17, bis auf das Mikro, alles gestimmt. Das ist doch ein guter Anfang, so ein Buchpremiere, darauf kann Stefan aufbauen. Die örtlichen Medien waren’s zufrieden: "Schwäbische Zeitung" und "Südkurier" haben wunderbar berichtet. Von hier einen dankbaren Gruß an die KollegInnen von der schreibenden Zunft!

 

"Mr. Thailand – Khao San Road’s own superhero" wird er genannt in einem netten Portrait auf der Website khao-san-raod.com. Kirsty Turner hat eine kleine Geschichte geschrieben über einen Trip hinten auf seinem Radl. Mr. Thailand aus der armen thailändischen Region Isaan ist ein Unicum, das eine Marktlücke entdeckt und sich damit einen Job verschafft hat: Er zieht sich ein weiße Jacket an, setzt ein Tropenhut auf, rote Hosen und eine riesige Sonnenbrille dazu. Dann schwingt er sich auf seine aufgehübschte, verzierte Fahrradrikscha und sucht nach Opfern, die hintendrauf mitfahren – Khao San Road rauf, Khao San Road runter. Und sich auslachen, bemitleiden, verarschen oder bejubeln lassen. Mr. Thailand kann davon leben. Ab und zu geht er mit den Weißen noch einen trinken, das macht er gerne. Seit ich in der KSR vorbeischaue, ist Mr. Thailand schon da. Nur mitgefahren bin ich noch nie …

 

Jetzt dachte ich, das sei eine gute Idee. Und zeitgemäß. Und hip. Wollte mir also eine Domain besorgen, auf der sich die gute alte Khao San Road erzählen und oder abbilden lässt. www.khaosanroad.com gehört John, Engländer in Bangkok, er will mit dem Ding noch Millionen machen. Die kriege ich nicht. www.khaosanroad.de gehört einem, der seit 2003 offensichtlich nix mehr gemacht hat mit der Domain, aber auch gute Kohle dafür will, verstellig sollte der Betrag schon sein, sagt er. www.ksr.de gehört irgendjemand, Zweck nicht nachvollziehbar. Und www.khao-san-road.de gehört einem Paar, das nette Erinnerungen an die KSR hat, und daher die Domain nicht hergeben. Das kann ich verstehen. Anyway: www.thanon-khao-san.de ist jetzt die meinige. Also das Ganze auf Thai. Auch nicht schlecht, oder? Mal sehen, was sich daraus entwickeln lässt …

 

Heute in Spiegel-Online, ein Auszug aus dem Artikel "Thailänder fürchten Tourismuseinbruch": "In Bangkoks berühmtester Touristenstraße Khao San Road schien das Geschäft am Mittwoch normal zu laufen, dabei liegt die Straße in der Nähe des Parlament. "Es ist nicht so voll wie sonst", sagte ein Guesthouse-Besitzer zu Reuters, "doch es läuft ok. Wir haben zwar ein paar Absagen, aber immer noch neue Buchungen."

Na, dann hoffen wir mal, dass das so bleibt und vor allem besser wird. Genug Gewalt im Land des Lächelns …