München ist immer eine Reise wert. Vor allem, wenn ein wenig Kultur auf der Agenda steht. So waren die Blanks Freitag/Samstag dort: Maria Lassnig im Lenbachhaus Kunstbau, 1A. Unbedingt empfehlenswert. Und mindestens ebenso spannend, schockierend und aufregend: die sizilianische Fotografin Letizia Battaglia im Gasteig. Werner Bachmaier hatte den Tipp gegeben, ein guter isses. Bilder aus einem Sizilien, das aus einer anderen Zeit zu stammen scheint. Archaisch, brutal. Sie fotografiert schwarz-weiß, damit reißt sie ihre Bilder aus den 1990ern und aus diesem Jahrtausend aus dem gewohnten Kontext. Tote in ihrem Blut, von der Mafia ermordert, Kinder ohne Hoffnung, Frauen ohne Hoffnung, korrupte Politiker. Und Battaglia hat eine Mission, sie will aufklären. Und ihre “Waffe” ist die Kamera. War schwer beeindruckt. Einziges Manko: Die Hängung in der “Aspekte Galerie” ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, und die Eröffnung am 23. März haben wir verpasst. Hier sprach die Stimme der aufgeklärten Nation, Heribert Prantl.
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