Kann mich vor Anfragen kaum mehr retten, zwei Freunde hofften, das gute Stück noch vor ihrem Urlaub in Bali kaufen zu können. Anfang August soll es losgehen. Aber das von mir co-geschriebene Reise-Know-How-Handbuch “Bali & Lombok” erscheint wohl einen weiteren Monat später, wie auf der Website von Reise Know-How zu lesen ist. Jetzt ist der 30. August als Erscheinungstermin angegeben. Leider kann ich wenig machen, um die Geschichte zu beschleunigen. Sorry also. Aber 2012 ist auch ein hervorragendes Reisejahr;-)

 

Neukölln ist Rütlischule und Kriminalität und Saufen und Proletariat, Prekariat und Hartz IV und weiß der Teufel noch alles. Ja nu, es lebe das Vorurteil. Alles halb so wild, die Jungs und Mädels dort genießen das Image ihres Kiezes und sind stolz darauf, in einer wilden Gegend zu leben. Sei ihnen gegönnt. Nach ein paar weiteren Tagen Berlin, besonders Kreuzberg und Neukölln, ist Berlin meiner Ansicht nach einfach zu beschreiben: Es hat dreckige Fingernägel, verschmierte Chucks an, löchrige Klamotten mit dem Mief von gestern, lässt Bierpullen auf dem Boden liegen, hat gelbe Zähne und riecht nach Zigaretten. Aber ist sehr nett, keine Frage. Und mit ein bisschen Glück gibt’s rechts und links der üblichen Gassen auch nette Einblicke, wie hier bei “48 Stunden Neukölln”:Stefan_Blank_Neu_Koellln

 

Eins weiter unten groß angekündigt, ist das PodCast zum kleinen Einblick ins Geschehen am Schlössle jetzt fertig. Steht online bei den Klosterfestspielen Weingarten. Einfach mal reinschauen und am besten gleich Karten kaufen;-) Wie immer in trefflicher Zusammenarbeit mit Thorsten Büttner gebaut, zwei Bilder sind geliehen von Kollegen Jakubek.

 

… wenn er nicht grad an einem Krimiprojekt sitzt, einen Recherchetripp nach Mosambik organisiert, Korrekturfahnen für den Bali- & Lombok-Reiseführer liest? Richtig: ein wichtiges Gesicht.

Stefan Blank macht Interview. Foto: Reiner Jakubek

Gestern hat mich Kollege Jakubek in Weingarten erwischt bei einem Interview mit der Schauspielerin Anne Weidemann, die bei den Klosterfestspielen Weingarten die “Mirandolina” spielt. Man beachte den Faltenwurf auf der Blankschen Denkerstirn. Aber ernsthaft: Verantworte die Pressearbeit der Klosterfestspiele, pflege die Website, und dort wird demnächchst auch das PodCast erscheinen, das ich gestern fotografiert habe. Die Abteilung Film geht auf die Kappe von den Jungs von Büttner Film.

 

Was macht so ein Schreiberling in seiner Freizeit? Außer rauchen, trinken und in der Sonne rumhängen, natürlich? Und sich dann immer fragen lassenStefan_beim_Yogn müssen, warum ich so braun sei. Kann nix dafür, sage ich, werde einfach schnell braun, eine Stunde Sonne reicht. Aber ernsthaft: Ich mache ein bisschen Yoga. Ist eine feine Sache. Normalerweise anonym und ohne Spuren zu hinterlassen. Letztes Wochenende allerdings, irgendwo im tiefsten Bayrischen, hinter dem Atomkraftwerk rechts, wo sich Fuchs und Igel gute Nacht sagen, wo’s nachts so leise ist, dass du wirklich nichts hörst, also gar nichts, also hier haben ich und Monika Blank ein paar Tage geyogt. Die dritte Person von links bin ich, ganz im Zen-Schwarz, immer stilecht, by the way. Yoga klärt die Birne und macht geschmeidig, nicht nur den Körper. Ist also wärmstens empfohlen …

 

Lese also gerade Sven Regeners “Meine Jahr mit Hamburg-Heiner”. Muss ja, ist ja quasi unser aller Held, der liebe Sven. Und Seite 257 ist besonders spannend. Da erzählt Svenniebaby, dass er die Zeilen “Rättätee, rättätee, morgen ham wir Schädelweh” im Ohr und von den lieben Brüdern Vuk aus Konstanz mitgebacht hat. Und die hätten quasi das Copyright drauf. Nur, dass das klar ist: Die Zeilen haben wir in der sechsten Klasse im Gymnasium schon gesungen, lange bevor die Vuks mit ihren Bellybuttons hier die Gegend unsicher gemacht haben. Beide haben übrigens mit mir zusammen in Konstanz studiert, wir waren beispielsweise auf einem buddhistischen Haus in der Schweiz zusammen zum Meditieren. Gut, Regener kommt näher. Und es kommt noch besser auf Seite 296, hier treffen wir in München Thomas Bohnet. Ja, mit dem lieben Thomas habe ich zu Studizeiten in Konstanz das Alternativmagazin “Neues Nebelhorn” gemacht. Und “Element of Crime” hat auf Bohnets Initiative hin in der Uni-Mensa gespielt. Und da wäre ich Regener fast ganz nahe gekommen. Nur, dass ich nicht im Konzert war. Wahrscheinlich mit Schädelweh irgendwo herumgehangen …

 

Ist zwar noch eine Weile hin, aber immer nett zum Auf-sich-aufmerksam-machen und angeben: Stefan Blank liest am Freitag, 16. September, ab 19 Uhr, im Weltladen Friedrichshafen. Aufhänger ist die “Faire Woche”, die Lesung ist quasi die Auftaktveranstaltung. Also gibt’s literarische Häppchen aus Bangkok und Bali, dazu kulinarische und vor allem Faire Häppchen aus Thailand und Indonesien. Das ist doch was, gleich vormerken;-)

 

Da gibt’s irgendwo in der Fußballprovinz einen Trainer, der Stefan Blank heißt. Der hindert mich daran, bei google mal die Nummer 1 zu werden. Ist nicht weiter schlimm. Aber jetzt muss ich mich schon beschimpfen lassen: “So kann man es natürlich auch machen und einfach nicht mehr zum Training erscheinen,aber Sie haben sich ja angeblich abgemeldet.Ich habe es immer gesagt und bleibe dabei Sie sind als Trainer ein Witz. gez Dani”, schreibt ein Daniel Tirsch an mich. Tut mir leid Daniel, seit meiner Zeit beim SV Ankenreute bin ich zu keinem Training mehr erschienen. Und das ist verdammt lange her.

 

… nicht mit Danone-Fruchtjoghurt, sondern ich will den “Globetrotter Reisebuchpreis” gewinnen, mit den großen Jungs brunzen, Altmann und so. Aber auch die zweite Einreichung in Folge – zuerst das Bangkok-, dann das Bali-Buch, gehören nicht zu den Winnern. Bad luck. Aber, das muss ich den Globetrotterleuten lassen: Sie haben Stil. Letztes Jahr gab’s für die Einreicher als Belohnung eine Thermoskanne und eine Thermostasse, dieses Jahr eine schicke Sigg-Flasche für den kühlen Rosé bei der nächsten Wanderung und eine Stirnlampe. Die mir dann hoffentlich den Weg leuchten wird zum Gewinn des Reisebuchpreises;-)

 

James Franco ist Amerikaner, Schauspieler, Künstler, hat in einigen schrottigen Kostümfilmen mitgemacht aber auch den Schauspieler David in “Eat. Pray. Love.” gegeben. Und er schreibt. Richtig gut. Sein “Palo Alto” über das Aufwachsen im gleichnamigen Kaff ist schwerer aber immens guter Stoff und geht direkt ins Hirn. (mehr)