September ist Reisemonat: eine Woche fotografieren in Amsterdam, dann zwei Wochen Bangkok, endlich Thai Massage lernen und ein bisschen schreiben. Das ist gut. Eine hervorragende Quelle für aktuelle Information rund um Thailand ist seit mittlerweile zehn Jahren der gute, alte Thaiminator.de. Nicht nur, dass er mein Bangkok-Buch auf seiner Bücherliste stehen hat. Nein, er hat auch hippe Spartipps drin. Und rät, Thailand ohne Reiseführer zu bereisen. Und da sag ich: Super Tipp, aber denk bitte auch an die lieben Reiseführerautoren, die von den Büchern leben (müssen). So einer wie ich zum Beispiel. Nimm uns nicht den “Big Sinn”. Mein Appell: Wenn Ihr nicht kaufen wollt, dann holt Euch im Vorfeld wenigstens einen Reiseführer in der örtlichen Bücherei. Da fällt für uns Autoren zumindest noch ein wenig Taschengeld über die Verwertungsgesellschaft VG Wort an;-)

 

Ja, so kann’s gehen: Da hatte Fessler/Stemmer/Blank unter meiner Projektleitung als Creative Director unserer Meinung nach ein geniales Logo für das Stadtjubiläum Friedrichshafen entworfen, dem Grafik-Designer Albrecht Welkoborsky sei dank, selbiges wurde auch gekauft – und erstmal durch den Häfler Kakao gezogen. Besonders das heimische Leitmedium zerriss das gute Stück herzhaft. Denn auch Redakteure sind Künstler und überhaupt ist jeder ein Künstler, ganz Beuys und so. Und dann gewinnt das Logo am 13. Juli 2011 einen Preis: Gold beim Wettbewerb „Werbeprofi“ 2010 der Region Schwarzwald-Baar Heuberg-Bodensee. Tut ja auch mal gut;-)



 

Kollege Büttner und meinereiner sind in Sachen PodCast immer heftig am Werkeln. Und das läuft mit den Klosterfestspielen wunderbar, quick and dirty. En vogue ist momentan eine Mischung aus Slideshow und Interview, hinterlegt mit ein bisschen Geräusch. Das neustes Stück aus unserer Schmiede ist gerade wieder online gegangen bei den Klosterfestspielen Weingarten.

 

Kann mich vor Anfragen kaum mehr retten, zwei Freunde hofften, das gute Stück noch vor ihrem Urlaub in Bali kaufen zu können. Anfang August soll es losgehen. Aber das von mir co-geschriebene Reise-Know-How-Handbuch “Bali & Lombok” erscheint wohl einen weiteren Monat später, wie auf der Website von Reise Know-How zu lesen ist. Jetzt ist der 30. August als Erscheinungstermin angegeben. Leider kann ich wenig machen, um die Geschichte zu beschleunigen. Sorry also. Aber 2012 ist auch ein hervorragendes Reisejahr;-)

 

Neukölln ist Rütlischule und Kriminalität und Saufen und Proletariat, Prekariat und Hartz IV und weiß der Teufel noch alles. Ja nu, es lebe das Vorurteil. Alles halb so wild, die Jungs und Mädels dort genießen das Image ihres Kiezes und sind stolz darauf, in einer wilden Gegend zu leben. Sei ihnen gegönnt. Nach ein paar weiteren Tagen Berlin, besonders Kreuzberg und Neukölln, ist Berlin meiner Ansicht nach einfach zu beschreiben: Es hat dreckige Fingernägel, verschmierte Chucks an, löchrige Klamotten mit dem Mief von gestern, lässt Bierpullen auf dem Boden liegen, hat gelbe Zähne und riecht nach Zigaretten. Aber ist sehr nett, keine Frage. Und mit ein bisschen Glück gibt’s rechts und links der üblichen Gassen auch nette Einblicke, wie hier bei “48 Stunden Neukölln”:Stefan_Blank_Neu_Koellln

 

Eins weiter unten groß angekündigt, ist das PodCast zum kleinen Einblick ins Geschehen am Schlössle jetzt fertig. Steht online bei den Klosterfestspielen Weingarten. Einfach mal reinschauen und am besten gleich Karten kaufen;-) Wie immer in trefflicher Zusammenarbeit mit Thorsten Büttner gebaut, zwei Bilder sind geliehen von Kollegen Jakubek.

 

… wenn er nicht grad an einem Krimiprojekt sitzt, einen Recherchetripp nach Mosambik organisiert, Korrekturfahnen für den Bali- & Lombok-Reiseführer liest? Richtig: ein wichtiges Gesicht.

Stefan Blank macht Interview. Foto: Reiner Jakubek

Gestern hat mich Kollege Jakubek in Weingarten erwischt bei einem Interview mit der Schauspielerin Anne Weidemann, die bei den Klosterfestspielen Weingarten die “Mirandolina” spielt. Man beachte den Faltenwurf auf der Blankschen Denkerstirn. Aber ernsthaft: Verantworte die Pressearbeit der Klosterfestspiele, pflege die Website, und dort wird demnächchst auch das PodCast erscheinen, das ich gestern fotografiert habe. Die Abteilung Film geht auf die Kappe von den Jungs von Büttner Film.

 

Was macht so ein Schreiberling in seiner Freizeit? Außer rauchen, trinken und in der Sonne rumhängen, natürlich? Und sich dann immer fragen lassenStefan_beim_Yogn müssen, warum ich so braun sei. Kann nix dafür, sage ich, werde einfach schnell braun, eine Stunde Sonne reicht. Aber ernsthaft: Ich mache ein bisschen Yoga. Ist eine feine Sache. Normalerweise anonym und ohne Spuren zu hinterlassen. Letztes Wochenende allerdings, irgendwo im tiefsten Bayrischen, hinter dem Atomkraftwerk rechts, wo sich Fuchs und Igel gute Nacht sagen, wo’s nachts so leise ist, dass du wirklich nichts hörst, also gar nichts, also hier haben ich und Monika Blank ein paar Tage geyogt. Die dritte Person von links bin ich, ganz im Zen-Schwarz, immer stilecht, by the way. Yoga klärt die Birne und macht geschmeidig, nicht nur den Körper. Ist also wärmstens empfohlen …

 

Lese also gerade Sven Regeners “Meine Jahr mit Hamburg-Heiner”. Muss ja, ist ja quasi unser aller Held, der liebe Sven. Und Seite 257 ist besonders spannend. Da erzählt Svenniebaby, dass er die Zeilen “Rättätee, rättätee, morgen ham wir Schädelweh” im Ohr und von den lieben Brüdern Vuk aus Konstanz mitgebacht hat. Und die hätten quasi das Copyright drauf. Nur, dass das klar ist: Die Zeilen haben wir in der sechsten Klasse im Gymnasium schon gesungen, lange bevor die Vuks mit ihren Bellybuttons hier die Gegend unsicher gemacht haben. Beide haben übrigens mit mir zusammen in Konstanz studiert, wir waren beispielsweise auf einem buddhistischen Haus in der Schweiz zusammen zum Meditieren. Gut, Regener kommt näher. Und es kommt noch besser auf Seite 296, hier treffen wir in München Thomas Bohnet. Ja, mit dem lieben Thomas habe ich zu Studizeiten in Konstanz das Alternativmagazin “Neues Nebelhorn” gemacht. Und “Element of Crime” hat auf Bohnets Initiative hin in der Uni-Mensa gespielt. Und da wäre ich Regener fast ganz nahe gekommen. Nur, dass ich nicht im Konzert war. Wahrscheinlich mit Schädelweh irgendwo herumgehangen …

 

Ist zwar noch eine Weile hin, aber immer nett zum Auf-sich-aufmerksam-machen und angeben: Stefan Blank liest am Freitag, 16. September, ab 19 Uhr, im Weltladen Friedrichshafen. Aufhänger ist die “Faire Woche”, die Lesung ist quasi die Auftaktveranstaltung. Also gibt’s literarische Häppchen aus Bangkok und Bali, dazu kulinarische und vor allem Faire Häppchen aus Thailand und Indonesien. Das ist doch was, gleich vormerken;-)