Na, das könnte eine richtig gute Idee sein: Ein thailändisches Gericht hat laut Spiegel Online Haftbefehl gegen Thaksin erlassen. Er soll der Anstifter der Unruhen sein. Der Mensch lebt mit einem nicaraguanischen und montenegrinischen Pass in Dubai und geht in Paris shoppen – während die Menschen in Bangkok auf den Straßen kämpfen, verletzt werden und sterben. Ja, nach der Lektüre des Spiegel-Artikels ist der Haftbefehl eine richtig gute Idee.
Die “taz” ist ja nun mal mein Lieblingsblatt, auch und vor allem, weil sie Themen drinhat, die andere nicht haben. Bis hin zu schlecht geschriebenen aber wenigstens originellen Reisegeschichten. Auch die Berichterstattung über das Drama in Bangkok ist erstklassig. Gestern ein netter Kommentar in der Online-Ausgabe der “taz” von Sven Hansen: “Dann eben Bali”. Seine These: Die Traveller-Kolonne zieht einfach weiter. Wenn nicht Bangkok, dann eben Bali. Da hat er recht, und ich habe einen Kommentar dazu abgesondert.
Der Spiegel berichtet per Eilmeldung, die taz ist auch quasi live dabei: In Bangkok wird gekämpft. Hoffentlich zum letzten Mal, denn das Militär räumt die bisher besetzte Zone. Mit Panzern, Waffen, es gibt wieder Tote, wohl auch Journalisten darunter. Was für ein Elend. Jetzt die Scherben zuzusammenzufegen, wird optisch recht schnell gehen. Der Schaden aber, der nicht nur für den Tourismus entstanden ist, wird Jahre bis zur “Heilung” brauchen. Ich denke da nur an Bali nach den Attentaten 2002 und 2005. Geschlossene Rolläden, Menschen ohne Arbeit, diese Bilder habe ich im Kopf. Hoffentlich kommen Thailand und Bangkok vernünftig wieder aus der Malaise heraus. Bin im Juli dort, werde schauen.
Es geht weiter in Bangkok, das Regierungs-Ultimatum zur Räumung der “Widerstandsmeile” ist abgelaufen, in Bangkok regiert die Angst. Nicola Glass, Korrespondentin der “taz” bringt’s sehr plastisch rüber. Besonders interessant aber ein Kommentar von “Haegar” zu ihrem Artikel in der gestrigen Ausgabe. Da könnte was dran sein. Thaksin ist sicher alles zuzutrauen …
Jetzt habe ich “Bangkok mittendrin” beim Internet-Outdoor-Dealer “globetrotter” eingereicht, um die 1.000 Euro für das beste Reisebuch mitzunehmen, aber die Jury war anderer Meinung. Aber das hat sie äußerst nett rübergebracht: Gestern ein Packerl von Globetrotter, drin ein aktueller Katalog, ein 5-Euro-Gutschein, eine 1-l-Thermoskanne und einen Thermosbecher. Alles als Trostpreis, da will ich nicht meckern. Zum Glück habe ich zwei Bücher geschrieben, und “globetrotter” kann sich nächstes Jahr freuen auf “Bali mittendrin”, und ich mich diesmal auf den Hauptgewinn – oder einen coolen Trostpreis;-)
Das war eine besondere Lesung in Bregenz letzten Samstag: Der dortige Weltladen feierte seinen fünften Geburtstag, ich steuerte ein wenig Bangkok aus “Same Same” bei. Super Publikum, lachte nicht nur an den lustigen Stellen, sondern ging richtig mit. Bemerkenswert, denn wir saßen in einer temperaturmäßig recht frischen und gerade ausgeräumten Garage hinter dem Haus. Hier die Möglichkeit, mal reinzuhören: IntroKSR
Es ist ja nicht so, wie wenn es mir langweilig wäre. Aber da meine Heimatstadt den Künstlerförderpreis abgeschafft hat, den ich 2008 stolz nach Hause tragen durfte, musste ich etwas tun. Vielleicht auch um zu zeigen, dass künstlerisch angehauchte Menschen eine Stadt auch voranbringen können. Nicht nur Ingenieure und Verwalter. Also habe ich im Rahmen des Stadtjubiläums 2011 ein eigenes (Kunst)Projekt eingereicht, eine Fotoreportage “24 Stunden Friedrichshafen – 200 Ansichten einer Stadt”. Und, siehe da, die Stadt teilfinanziert. Das ist doch was. Für das Projekt gibt’s einen eigenen Blog: www.24h-friedrichshafen.de. Und, klar, ein Logo gibt’s auch schon.
Liebe Freundinnen und Freunde rasanter Reiseliteratur,
zum Abschluss, quasi als Finissage meiner kleinen Lesetour durch die Region, hat sich das “Café Alcazar“, in Leutkirch-Ellerazhofen für Mittwoch, den 12. Mai (vor dem Feiertag), ab 19 Uhr, noch etwas Schickes ausgedacht: ein Literarisches Dinner mit Buffet und etlichen balinesischen Spezialitäten und auch regionalem.
Dazu gibt’s, zum Appetitanregen, Geschichten aus Bali. Über Bier und Kaffee, Reistafel und Gado-Gado, Lassies und Erdbeeren. Geschichten, die so passieren können aber nicht müssen …
Klingt gut?
Ja, dann bitte einfach und gleich anmelden, denn die Anzahl der Plätze ist begrenzt im Café Alcazar.
Anmeldungen nehme ich gerne entgegen und gebe sie dann pronto weiter. Am Freitag, 7. Mai, machen wir um 9 Uhr den Anmeldesack zu, damit der Koch den Einkauf der balinesischen Köstlichkeiten in Ruhe planen kann.
Freue mich auf Euch!
So ganz Brechtisch beginnt der Tag: Gestern, “Weltspiegel”, Sonntag ist immer Weltspiegel-Zeit – allein um zu sehen und zu erleben, wie gut es uns geht, und auf welch hohem Niveau in Deutschland gejammert wird – gestern sagte Moderatorin Tina Hassel einen netten Satz: “In Thailand sagt man, dass thailändische Lächeln verbirgt die Haifischzähne.” Den Spruch kannte ich noch nicht, kann ich aber nachvollziehen. Es gibt unzählige Arten des thailändischen Lächelns, nicht alle sind nett. Aber, mai pen rai: Hoffen wir nur, dass den Thai bei all den Irrungen und Wirrungen im momentanen Bangkok keines davon vergeht …