Heute in der taz, leider nicht online, eine nette Geschichte über die Rezeption von Detlev Bucks neuem Film “Same  Same But different”. Autor Tilman Baumgärtel ist in Kambodscha und spricht mit Statisten, die am Film mitgearbeitet haben. Ein paar Sachen fallen denen strange auf: Die Hauptdarstellerin ist eine Thai, manches aus dem Alltagsleben in Kambodscha ist verzerrt, und “Same Same But different” sei ja nun wirklich ein thailändischer Spruch. Dem kann ich mich nur anschließen und habe, ganz rechthaberisch, einen Leserbrief an die taz geschickt:

Ja, das wundert mich auch, seit der Film im Gespräch ist: Warum “Same Same But different” als Titel für einen Film, der in Kambodscha spielt? Zum Film selbst kann ich leider noch nix sagen, vielleicht kommt er irgendwann mal an den Bodensee, sind ja quasi deutsche Diaspora hier. Aber “Same Same But different” würde ich einwandfrei in Thailand verorten. Wikipedia tut es. Thomas Kalak tut es in einem Bildband über Bangkok mit dem gleichen Titel, ich tue es mit meinem “Same Same – Notizen aus der Khao San Road” und hunderte von T-Shirt-Sweat-Shops in Thailand tun es, die tausende von “Same Same But different”-Shirts in Bangkok
unter die Traveler bringen. Wundert mich nicht, dass die KambodschanerInnen selbst irritiert sind ob des tinglishen Titels. Also könnte ich vorläufig mal annehmen, dass Detlev Bucks Machwerk vielleicht auch nur “same same” ist und auf einer Exotik-Welle reitet. Oder ich warte auf die filmische Erleuchtung. Und die
gibt’s ganz buddhistisch auch in Kambodscha.

Stefan Blank, Friedrichshafen

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