Da haben wir in zahlreichen Vipassana-Retreats, also "Seminaren in Sachen buddhistischer Achtsamkeit", gelernt, dass das Leben aus Leid besteht, dass Mitgefühl immens wichtig ist. Dass es einen Weg zur Aufhebung des Leids gibt, und wie er beschritten werden kann. Das Konzept schließt allerdings aus, dass buddhistisch denkende Menschen anderen Leid zufügen. Umso heftiger die Meldung in der heutigen "taz": "AI wirft Thailand Folter vor".

Amnesty International wirft laut "taz" thailändischen Sicherheitskräften vor, in ihrem Kampf gegen muslimische Extremisten im Süden Folter anzuwenden. Immerhin 34 Fälle sind dokumentiert, vier Tote hat es gegeben. Folter im "Land des Lächelns" ist einfach pervers. Folter anzuwenden ist eh pervers, siehe Guantanamo. Aber in Thailand hätte ich das weniger erwartet. Dumm ist auch, dass Thaksin, als eine der Wurzeln allen zeitgemäßen Übels, die Krisenregionen im Süden unter Ausnahmerecht gestellt hat. Damit sind die folternden Sicherheitsknechte immun gegen Strafverfolgung. Oh mann.

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