Ja, Kolleginnen und Kollegen, das war eine echt lustige Kiste aus dem PR-Lehrbuch und Fotoreportage-Fibeln: Eine Ministerin ist da, und Stefan ist der einzige mit einer Kamera. Und das kam so: Habe letzten Freitag für den Geschäftsbericht der Technischen Werke Schussental Uli Böttcher den ganzen Tag begleitet, interviewt und fotografiert. Böttcher ist ein in der Region bekannter Komödiant und Schauspieler. Er spielt bei den Klosterfestspielen Weingarten mit. Da war’s ein schöner Reportagenabschluss, dass am selben Abend die letzte Vorstellung der diesjährigen Klosterfestspiele war, mit Party und Zwick und Zupf. Und dann kam unsere geschätzte Bildungsministerin vorbei, um ihrer Nichte, die mitspielt, zuzuschauen. Konnte und musste sie fotografieren, klaro. War eh da, und mit Nikon. Also draufhalten. Und immerhin habe ich’s damit bis in die Schwäbische Zeitung geschafft. “Das ist nicht nichts”, wie mein ehemaliger Kunstlehrer zu sagen pflegte;-)
“Let’s go to Brasil”, sagt Archie Leach zu Wanda in “A fish called Wanda”. Sie: “Brasil?” Er: “What else? Iceland?” Na klar!, sage ich und bin grad aus Island zurück. Eine Woche echter Urlaub mit Monika Blank, ohne Nikon, nur mit Augen, Zelt und Sinne. Aber diese schafsmäßige Begegnung irgendwo auf der Halbinsel Snaefellsnes musste ich mit der kleinen Kamera festhalten.

Patrick Brauns aus Konstanz hat den jungen Stefan Blank erlegt, der in seinem Studium neben einigen anderen Sünden auch einen Bodenseeführer geschrieben hat. Den gibt’s zum Glück nicht mehr, aber Brauns hat sich irgendwo ein Formular geklemmt. Und zerlegt Blanksche Stilblüten jetzt genüsslich auf YouTube. So Sachen mit Dialekt und so, und dass Schwaben komisch klingen, wenn sie hochdeutsch sprechen und so. Und ich sage: Das stimmt. Denkt nur an Lothar Späth! Aber gut. Den größten Klopfer aber in “Bodensee A – Z” hat Brauns noch nicht gemerkt: Nonnenhorn fehlt! Ganz, ist irgendwo im schafferischen Cyberspace verschwunden, unglaublich, und bin dafür heftigst beschimpft worden von den Nonnenhornern. Aber das war 1992, ist also schon fast nicht mehr wahr. Und hier geht’s zu Brauns YouTube-Beitrag, Viel Spaß;-)
… dann kann er was verzählen, sagt Matthias Claudius, wenn ich mich nicht irre. Mein Erzähler ist Kollege Chris, der auch mal übers Wochenende nach Beijing jettet – um zu schauen, was es da Neues gibt. Mir, ehrlich gesagt, haben 2005 vier Tage in Shanghai gereicht, um danach keinen Schritt mehr reinzumachen ins chinesische Reich. Muss nicht sein. Zum Glück aber ist Asien groß genug. Auch für Chris, der fast schon wieder auf dem Weg nach Bangkok ist, diesmal mit seiner neuen Freundin Sarah. Dann hoffen wir mal, dass das gut geht, und sie danach noch seine Freundin ist;-) Aber Chris wird berichten, und das ist schön, Freue mich schon wieder auf seine Abenteuer. Schaut’s mal rein: http://www.picsandtrips.de/
Gestern auf dem Frankfurter Flughafen: Da gibt’s immer Freiexemplare von Zeitungen, auch von denen, die normalerweise nicht zu meinen Standards gehören. So die “Bild am Sonntag”, BamS. Und siehe da: Reiseschriftsteller-Ikone Helge Timmerberg braucht Geld. Warum sonst sollte er in der BamS eine Spalte, eine Kolumne bekommen, in der er Reste und Wortbrei absondert? “Wie ich in Indien einmal Kartoffelbrei sausen ließ” (BamS, 25. Juli, S. 50) heißt das Machwerk und ist völlig überflüssig, sogar breiig. Das Beste daran ist das Foto von Timmerberg. Denn er sieht recht reiseschriftstellermäßig aus, so ein bisschen urwüchsig, bärtig, Haare flott nach hinten. Ja, und er erzählt der geneigten Leserschaft, dass er mal von Indien überland nach München gehetzt sei, um im Restaurant des Münchner Hauptbahnhofs den vorher im Fiebertraum ersehnten Kartoffelbrei zu essen. Sein Fazit: “Und immer wenn ich auf meinen späteren Reisen wieder mal unter Heimweh litt, dachte ich an diesen Moment zurück, in dem ich entgeistert auf meinen Teller starrte und dachte: Jesus Christus, so geil ist Kartoffelbrei nun auch wieder nicht.” Schließe mich an: “Helge, so geil ist Deine Kolumne nun auch wieder nicht.”
When in Bali, dann lies auch Bücher über Bali, ist ja klar. Vor meinem Balitrip hatte ich mir auf den Büchertisch gepackt: “Hundert Jahre Paradies” (hätte fast Einsamkeit geschrieben;-) “Die Schaffung einer indonesischen Ethnie auf Bali” von Mario Koch. Klingt ambitioniert? Klar, isses auch, aber gut. Hier geht’s zum Büchertisch …

Tach auch aus Bali. Hier gibt’s WIFI, kann ich mal wieder was erzählen. In der Bangkoker Khao San Road hat sich seit dem letzten Jahr nicht viel getan: Same same. Der größte Unterschied, ist mir sofort aufgefallen: Die wunderbaren Sandaschenbecher unten an der Busstation am Flughafen sind weg. Und die waren ja eigentlich ein Highlight. Vielleicht sind die wegen Bombengefahr oder whatever abgeschafft worden. Die Busse aber fahren noch, die privaten Minibusse zurück zum Flughafen haben wie immer Verspätung, es ist laut, es ist dreckig, und das New Siam I ist immer noch das, was es mal war. Same same, sagte ich ja schon;-)

Hallo Stefan
Hier kommt das Foto.
Der Fahrer wollte 10 Bath von uns damit wir ihn fotografieren duerfen. Er war so gluecklich
Liebe Gruesse
C&K
P.S. Die Khao San Road hat uns!
Und noch ne Meldung von Katja und Chrissi:
“haben gestern einen transporter gesehen mit der aufschrift: FARANG-TRANSPORT
haben es fotografiert und der fahrer hat sich so gefreut weil er dachte dass das foto und die begeisterung ihm galt
”
“Farang-Transport”, das hat was. Wohin werden die Farangs transportiert? Und wie? Tiertransport? Leider haben mir die Mädels kein Foto geschickt, dann wäre Klärung möglich gewesen. So ein kleiner, fieser Minibus mit Gittern vor den Fenstern, das wär’s doch?!
Chrissi und Katja sind in Thailand unterwegs und haben sich vorher von mir ein wenig beraten lassen: Wohin gehen? Visum? Was nicht tun? Was tun? Und mein “Bangkok mittendrin” haben sie gleich mitgenommen. Zur Belohnung für Stefan Blank gibt’s eine nette Mail aus Thailand:
“Hallo Stefan
Chrissi und ich haben ihr buch sehr genossen und viel dabei gelacht!
Nur ein paar stellen die uns simmer begleiten:
sachen wie…’mann- sind wir typische farangs’ ist zum running gag zwischen uns geworden wenn wir beim handeln mal wieder verloren haben
dann hat uns auch das thai boxing training sehr amuesiert. so sehr dass wir das jetzt auch in Bangkok machen wollen.
kamikaze fahrer haben wir auch schon kennenkelernt! zu wahr!
und beim thema Cola und Whisky (aber nicht schon vorher gemischt
) gehoeren wir zu den hardcore farangs…. und es hilft!
im moment sind wir in Chiang Mai. unsere letzten 2 wochen haben begonnen und wir wollen noch gar nicht nach hause. Chrissi wurde gestern nach ihrer thai massage in den arm genommen weil sie so ‘tapfer’ war. Wir hatten alle viel spass besonders die frau die sie massiert hat !
bis bald
Chrissi & Katja”